Magengeschwür

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SÜSSHOLZ-EXTRAKT (Lakritze)

Süssholz-Extrakt Lakritze

 

SÜSSHOLZ-EXTRAKT (Lakritze)

  • mildes Abführmittel
  • Hormonstörungen
  • Husten
  • Magengeschwüren
  • Virusinfektionen
  • Atemwegs-Infektionen
  • Schuppenflechte

In alten Zeiten wurde Lakritze von den Ägyptern als Getränke-und pharmazeutisches Element verwendet. Als Medizin wurde es verwendet, um Hauterkrankungen, Augenleiden, Haarausfall, Husten, Bronchitis, Erkältungen zu behandeln. Süßholz ist eine Pflanze aus der Familie der Erbse und ist eine mehrjährige Pflanze, die blaue Blüten produziert. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, Südeuropa sowie Asien, aber derzeit wird sie im Iran, Russland, Indien sowie in Spanien angebaut. Der wichtigste Teil dieser mehrjährigen Pflanze ist die Wurzel, die hauptsächlich aus Glycyrrhizin besteht und etwa fünfzig Mal süßer als Zucker aus Zuckerrohr ist.

Der Süssholz-Extrakt (Lakritze) wird allgemein für Süßwaren und als Hausmittel zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten verwendet. Er ist sehr süß und gilt als Quelle für Eisen. Die Süßholzwurzel wird zerkleinert, gekocht und die schwarze Paste extrahiert und als mildes Abführmittel, Behandlung von Husten und insbesondere bei Infektionen eingesetzt. Sie wird hauptsächlich als antivirales, antibakterielles und auch als eine schleimlösendes Mittel verwendet.

Süssholz-Extrakt bei Virusinfektionen

Der Süßholz-Extrakt wird wegen seinen anti-virale Eigenschaften verwendet, um die virale Familie des Herpes, wie Lippenherpes, Gürtelrose, Windpocken, Herpes genitalis sowie virale Hepatitis zu behandeln.

Süssholz-Extrakt bei Magengeschwüre

Magengeschwüren können auch mit Süßholz-Extrakt behandelt werden. Für diejenigen, die Aspirin einnehmen, kann der  Verdauungstrakt angegriffen werden und Lakritze kann bei Magengeschwüren, die die Folge sein können, verhindern werden. Es verbessert die Heilung vom Zwölffingerdarm, sowie Magengeschwüren und ihrer Ursachen. Die meisten Magengeschwüre und Entzündungen werden vor allem die durch ein Bakterium als Helicobacter pylori  bekannt, verursacht. Süßholz-Extrakt ist für die Behandlung des Magen-Darm-Traktes, wie Magengeschwüre aufgrund der Tatsache beliebt, weil es Flavonoide, die diese Bakterien töten, enthält. Für die Stimulation von Darm, Nieren, sowie die Behandlung von Magen-Erkrankungen, wird Süßholz-Extrakt mit Kräutertees für mehr Effektivität gemischt.

Süssholz-Extrakt bei Atemwegs-Infektionen

Süßholz-Extrakt ist ein schleimlösendes und beruhigendes Mittel und wird verwendet, um Schleim zu lösen und auch die Produktion von Schleim zu verhindern. Süßholz ist ein gutes Mittel gegen Infektionen der Lunge sowie anhaltenden Husten. Es wird auch verwendet, um Schnupfen, Husten und Grippe zu behandeln, da es eine Kombination enthält, die Husten  unterdrückt. Süßholz-Extrakt enthält Verbindungen, dessen Bestandteil sehr aktiv zur Beschlichtung sind und beruhigen die Atemwege, die juckend oder reizend sind. Aufgrund seiner antiviralen Eigenschaften wird es verwendet, um Infektionen der oberen Atemwege sehr schnell zu heilen. Seit jeher wird es auch zur Behandlung von Asthma verwendet. Für die Behandlung von Bronchitis, wird Süßholz-Extrakt mit natürlichem Honig vermischt und in einer 5mg Dosis genommen.

Süssholz-Extrakt bei Hormonstörungen

Östrogene Verbindungen sind auch aktive Komponente von Lakritz-Extrakte. Menstruationsstörungen können mit Süßholz-Extrakt behandelt werden. Das Süßholz-Extrakt wird mit krampflösenden Kräutern gemischt und verwendet.

Süssholz-Extrakt bei Hauterkrankungen

Es gibt mehrere Pasten, Cremes sowie Gele die aus Süßholzextrakten gemacht werden, um die Schuppenflechte, eine entzündliche Hauterkrankung, die schwere Symptome wie offene Wunden hat, zu behandeln.

Süssholz-Extrakt bei Blasenentzündung

 Wer gerne Lakritze mag, der kann ruhig einmal mehr zugreifen, allerdings nur echte Salzlakritzen. Durch den Verzehr von Salzlakritze wird auch der Harn leicht sauer, was wiederum die Bakterien gar nicht gern mögen.

Entgiftende Eigenschaften

Süßholz-Extrakt wird auch als Gegenmittel bei einer Salmonellen-Erkrankung, um den Körper zu entgiften, verwendet. Diese antioxidative Eigenschaft von Lakritze wurde nachgewiesen, auch bei der Behandlung von Nieren-Probleme verbessert es die Funktionalität.

Süssholz-Extrakt bei Hefe-Infektion

Die meisten Frauen leiden unter einer Hefe-Infektion ihrer Vagina, die durch einen Pilz wie Candida albicans verursacht wird. Zusätzlich zu anderen Medikamenten gegen eine Hefe-Infektion kann Süßholz-Extrakt verwendet werden, um die Infektionen zu hemmen oder zu verhindern. Lakritz enthält Glycyrrhizin, Licochalcon A sowie Glabridin, die das Wachstum von Hefe-Infektionen verhindern.

Süssholz-Extrakt bei Diabetes

Süßholz-Extrakt wird auch verwendet, um milde kognitive Probleme, die bei Diabetes auftreten zu behandeln. Die Zusammensetzung der  flavonoiden Lakritze trägt dazu bei, um Verbesserung des Gedächtnisses, die Stärkung der Nerven und Erkrankungen der Leber zu behandeln.

Low Fat Diät

Süßholz-Extrakt ist fettfrei somit perfekt für diejenigen, die eine Diät machen wollen, um Gewicht zu verlieren. Dies reduziert Risiken für Herzkrankheiten, die normalerweise verursacht werden, etwa durch eine hohe Zufuhr von Kalorien oder fetthaltigen Lebensmitteln. Statt Snacks, die in der Regel viele Kalorien haben, sind Lakritzbonbons eine bessere Option.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Zu viel Lakritze sollte nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es ein sehr starkes Medikament sein kann und somit zu gesundheitlichen Problemen führt. Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Grüner Star, hohem Blutdruck, Leber- oder Nierenleiden, Diabetes sowie diejenigen die Digitalis einnehmen, sollte nur eine begrenzte Menge an Süßholz-Extrakt zu sich nehmen. Übermäßige Verwendung kann auch dazu führen, Schäden am Muskelgewebe oder genetische Defekte  zu verursachen.

KATZENKRALLE

KATZENKRALLE

KATZENKRALLE

  • Hilft bei Allergien, Heuschnupfen
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Lädt das Immunsystem auf und stärkt es nachhaltig
  • Wird erfolgreich gegen viele Störungen wie Gastritis, Geschwüre, Krebs, Arthritis, Rheumatismus, Nervenschmerzen, chronische Entzündungen, Virenerkrankungen, Divertikulitis und Reizdarmsyndrom angewendet
  • Hilft, Schlaganfälle und Herzinfarkte zu verhindern
  • Verringert Blutgerinnsel

In den tropischen Regenwäldern wächst der so genannte Uncaria-tomatosa-Baum. Er wird auch als Unade-Gato bezeichnet, was frei übersetzt Katzenkralle bedeutet. In seiner Wurzel- sowie Baumrinde stecken heilsame Wirkstoffe, die Allergien bekämpfen, das Immunsystem stärken und zudem bei Magen- und Darmbeschwerden sowie rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden. Die Indios in Peru kochen die geraspelte Rinde mit dem Holz etwa 15 Minuten auf kleiner Flamme. Dabei verbinden sich die im Holz befindlichen Tannine mit den Heilstoffen der Rinde und erhöhen die Wirksamkeit und den Geschmack. Der Tee wird heiß, warm oder kalt getrunken. Bei uns gibt es den Wirkstoff in Form von Salben, Kapseln oder Tropfen, die das Immunsystem stärken. Man nimmt sie vor allem bei Allergien wie Heuschnupfen, viralen Erkrankungen (zum Beispiel Herpes zoster) und bei rheumatischen Beschwerden sowie Autoimmunkrankheiten wie Neurodermitis. Sehr interessant ist auch, dass dieser Wirkstoff das Krebsrisiko bei Rauchern mindern soll.

http://www.vitalstoff-journal.de/vitalstoff-lexikon/k/katzenkralle/<

OLIVENÖL

OLIVENÖL

OLIVENÖL

  • Gegen Magen-Darmgeschwüre
  • Gegen Gallensteine
  • Beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor
  • Gegen Halsschmerzen
  • Hilft bei Verstopfung
  • Gegen Sodbrennen

Viele verwenden wegen des guten Geschmacks Olivenöl in der Küche. Nun fand man heraus, dass es übermäßige Magensäure normalisiert und Magen und Darm Geschwüre heilen kann. In einer Untersuchung vernarbten die Geschwüre bei 55% der Patienten, nachdem sich die Magensäure auf ein gesundes Maß normalisiert hatte. Gleichzeitig beugt Olivenöl Gallensteinen vor. Man hat beobachtet, dass in Gegenden, wo viel davon verbraucht wird, nur wenige Menschen an Gallensteinen leiden. Auch fördert es die Verdauung. Wenn jemand zu Gallensteinen neigt und nicht an Olivenöl gewöhnt ist, muss aber sehr vorsichtig sein. Vor allem Kaltgepresstes Olivenöl regt die Bewegung der Gallenblase so stark an, dass es bei bereits vorhandenen Steinen zum akuten Kolikanfall kommen kann, warnen Experten. Es schützt vor Krebserkrankungen stärkt die Gefäße, wirkt Blutdruck senkend und schützt so vor Herzinfarkten. Schwedische Ärzte stellten nach langjährigen Studien fest, das Frauen die täglich einen halben Esslöffel Olivenöl einnahmen 69% weniger an Brustkrebs erkrankten. Gleichzeitig stellten Sie fest, dass Frauen die Distel- bzw. Sonnenblumenöl einnahmen um 50% mehr an Brustkrebs erkrankten.

Gegen Halsschmerzen und entzündete bis eitrige Mandeln hilft ein altes Naturheilmittel: Mit Olivenöl gurgeln! Je akuter der Infekt um so öfter. Abends 1 Eßlöffel Olivenöl in den Mund nehmen, durch die Zähne ziehen und mindestens 10 noch besser 20 Minuten gut durchkauen. Danach muß das Öl ausgespuckt werden. Über Nacht wird der Eiter abgebaut und die Entzündung wird schlagartig gelindert.

In Italien wird noch heute reines Olivenöl bei Muskelkater, Krämpfen, Pusteln und bei Schmerzen aller Art sowie einfach zur Entspannung verwendet. Ein weiteres altes Hausmittel in Italien: Bei Magenproblemen weissen Reis kochen und erst wenn der Reis auf dem Teller ist, Olivenoel (aber nur Extravergine) dazu geben. Ein gutes Massageöl ist eine Mischung aus 8 – 10 Tropfen Teebaumöl, ein EL Oliven- oder Avocadoöl, das Sie vor der sportlichen Aktivität einmassieren sollten um Muskelkater vorzubeugen.

Das beste Hausmittel gegen Sodbrennen ist täglich, auch mehrmals, ein Esslöfel Olivenöl! Die ungesättigten Fette senken die Magensäure-Produktion und das Sodbrennen verschwindet.

Bei Patienten, die an Verstopfung leiden, kann ein Versuch mit Olivenöl als mildes Abführmittel oft wahre Wunder wirken. Dazu wird 1 Eßlöffel Olivenöl pur oder mit etwas Zitronensaft gemischt abends vor dem Zubettgehen oder morgens auf nüchternen Magen eingenommen. Ein Einlauf mit warmem Olivenöl verschafft ebenfalls rasche Abhilfe.

Heilt kleinere Hautverletzungen (Brandwunden, Insektenstiche, Quetschungen, Pusteln, Hautrisse u.ä) sowie schlecht heilende Wunden, Geschwulste, Hauterkrankungen und Muskelkater. Löst Gewebeverhärtungen, Muskelverhärtungen und Verkrampfungen.

Um einen Tropfen Olivenöl zu ernten, braucht es drei Tropfen Schweiß, sagt der spanische Volksmund. Aber es lohnt sich. Zwar müssen wir nicht hart dafür arbeiten, aber etwas tiefer in die Tasche greifen, Gutes Kaltgepresstes (natives) Olivenöl gibt es in Supermärkten unter drei Euro. Es ist ein wahres Wunderwerk der Natur: Weil es zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht, senkt es den Spiegel des schlechten “LDL” Cholesterins im Blut. Damit beugt es Herzinfarkt und Schlaganfall vor, verdünnt das Blut und bietet dadurch einen weiteren Schutz gegen Herzinfarkt und Thrombosen. Es stärkt das Immunsystem und die Leber verhindert Gallensteine.

Verwendung von Olivenblättern

Schon Hildegard von Bingen nutzte Tee aus Olivenblättern zur Behandlung von hohem Blutdruck, aber auch bei Magenverstimmung und Verdauungsstörungen.
Dazu empfiehlt sie einen stark konzentrierten Tee:
Gießen Sie 20 g Olivenblätter in einem Liter Wasser auf und kochen Sie das Ganze langsam auf 250 ml ein. Über den Tag verteilt trinken. Tee und Extrakt aus Olivenblättern werden außer dem positiven Einfluss auf Herz und Kreislauf noch viele weitere gute Eigenschaften zugesprochen: sie wirken gegen Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten und schützen Gewebe und innere Organe vor schädlichen Oxidationsprozessen. Es gibt einige ärztliche Berichte und auch nachweisliche Erfolge bei Borreliose und Multiple Sklerose, ebenso bei HIV. Zudem ist es eine nebenwirkungsfreie Alternative zu Antibiotika, was auch für Kinder sicher hilfreich ist.

SAUERKRAUT

SAUERKRAUT

  • bei Vitamin + Mineralstoffmangel
  • lindert Darmprobleme
  • Nährstoffreich und kalorienarm
  • bei Wurmbefall, Magengeschwüre
  • bei Gicht und Zuckerkrankheit
  • bei Verstopfungen
  • lindert Ischias-Beschwerden
  • ist gut für die Nerven
Das mittlerweile auf der ganzen Welt begehrte Kraut hat einiges zu bieten. Es ist nicht nur ein ausgesprochen kalorienarmes Lebensmittel, sondern enthält auch eine Menge an Vitaminen, Mineral- und Vitalstoffen, die der Körper zum Wohlbefinden braucht. Schon 400g Sauerkraut decken den täglichen Vitamin C-Bedarf eines Menschen und enthalten dabei nur 100 kcal. Weiter kann man Sauerkraut noch bei Wurmbefall, Magengeschwüre, bei Gicht und Zuckerkrankheit einsetzen. In erster Linie bei Verstopfungen und anderen Darmproblemen. Von September bis April gibt es Bio-Frischkost-Sauerkraut in Reformhäusern.
Bereits die Ärzte der Antike glaubten an die Heilkräfte des gesäuerten Kohls. Heute weiß man: Seine bioaktiven Substanzen stärken das Immunsystem, Vitamin C schützt die Zellen, Ballaststoffe und Milchsäure beeinflussen die Darmflora positiv. Viele weitere Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten aber nur wenig Kalorien: gerade mal 17 pro 100 Gramm. In Deutschland bauten die Mönche im ausgehenden Mittelalter Weißkohl an. Um ihn für den Winter haltbar zu machen, wurde er gehobelt, mit Salz in Fässern gestampft und fest verschlossen. Im austretenden Zellsaft gediehen Milchsäurebakterien, mit deren Hilfe sich der Fruchtzucker im Kohl in Milchsäure umwandelte – schädliche Keime hatten keine Chance. Im Prinzip verläuft der Prozess heute noch so. Die Behälter sind nur größer, und am Ende wird der Kohl auf 80 Grad erhitzt. So lassen sich Aroma und Säuregrad steuern. Frisches Sauerkraut, das man lose, in Bechern oder Beuteln kaufen kann (Reformhaus, Naturkostladen), ist besonders bekömmlich. Es muss innerhalb von drei Wochen verbraucht werden. Pasteurisierter Kohl hält in Beuteln 18 Monate und in Dosen vier Jahre.

Schon Pfarrer Kneip war von der Heilung des Sauerkrauts überzeugt. Denn es enthält nicht nur viel Vitamin C, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Cholin, das der Verfettung der Leber entgegenwirkt. Das Kraut oder sein Saft haben auch reichlich Milchsäure, die die nützlichen Bewohner des Darms aktiviert und das Wachstum von schädlichen Bakterien hemmt.

Unerwünschte Stoffwechselprodukte werden mithilfe der Milchsäure ausgeschieden. Wer regelmäßig Sauerkrautsaft (Apotheke) trinkt, kann damit Ischias, Darmträgheit und Entzündungen der Bronchien lindern. Der Saft wird pur oder verdünnt getrunken.

Es ist ein Allroundtalent und Vitamin-C-Bombe (100 Gramm enthalten etwa 20 Milligramm). Zusätzlich enthält Sauerkraut viel Folsäure. Beide Vitamine unterstützen die körpereigene Abwehr. Auch für die Nerven kann es etwas tun.

Im Kraut findet sich der Botenstoff Azetylcholin, der beruhigend auf das vegetative Nervensystem wirkt. Daher empfehlen Neurologen depressiven Patienten eine Dreimonatskur mit reichlich Sauerkohl. Das gesunde Kraut sollte bei jedem auf dem Speiseplan stehen, denn es kann hohe Cholesterinwerte senken und angegriffene Darmschleimhäute regenerieren. So wird verhindert, dass sich schädliche Mikroorganismen im Darm breit machen.

BALDRIAN

BALDRIAN

  • Beruhigungsmittel
  • bei nervöser Schlaflosigkeit und Herzklopfen
  • Beruhigung von Nervensystem und Körper
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Magenkrämpfe
  • Reizmagen
Der echte Baldrian ist schon seit Jahrhunderten als Beruhigungsmittel bekannt. Sein lateinischer Name, „Valeriana“, kommt von „valere“; das bedeutet: sich wohl befinden. Im Englischen wurde ihm sogar der Name „Allheal“ gegeben: Allesheiler. Früher glaubte man, Baldrian könne sogar den Teufel vertreiben. In Braunschweig galt er als Hexenanzeiger. Man hängte die getrocknete Pflanze an die Stubendecke. Kam eine Hexe ins Zimmer, so begann der Baldrian zu pendeln.
Er wächst auf feuchten und sumpfigen Wiesen in den gemäßigten Zonen Europas wie Asiens. Die Wurzeln mit den walzenartigen Nebenwurzeln werden vor der Blüte im März und April gesammelt. Baldrian ist ein echtes Sedativum. Das heiflt: er wirkt beruhigend auf das Zentralnervensystem, hilft bei nervösen Erregungszuständen, bei nervöser Schlaflosigkeit und Herzklopfen. Auch bei Angst und Spannungszuständen tut er gut. Im Gegensatz zu vielen Beruhigungsmitteln läflt dabei die Konzentrationsfähigkeit nicht nach; sie erhöht sich eher. Auch das Leistungsvermögen wird gesteigert. Deshalb kann man Baldrian bedenkenlos auch beim Autofahren nehmen. Baldrian dämpft nicht. Er ist kein Schlafmittel, sondern entspannt nur und erhöht dadurch die Schlafbereitschaft.
Seine Wirkungen bekommt der Baldrian durch das sehr kompliziert aufgebaute ätherische Öl (das ebenfalls „Baldrian“ genannt wird). In jüngster Zeit ist es gelungen, besonders wirksame Bestandteile des Baldrians zu isolieren. Die „Valepotriate’“ wirken auf das unwillkürliche Nervensystem, das Herzschlag und Verdauung steuert. Die Valepotriate sind aber chemisch instabil und deshalb in den klassischen Baldrian-Zubereitungen wie Extrakt und Tinktur, die man kaufen kann, gar nicht mehr enthalten. Deshalb ist es weit besser, wenn Sie sich Baldriantee selbst zubereiten: Sie übergießen morgens zwei Teelöffel getrocknete Baldrianwurzel mit einem Glas kaltem Wasser und lassen das bis zum Abend stehen. Zum Trinken erwärmen Sie den Tee dann nur ganz leicht.
Steckbrief:
wissenschaftlicher Name: Valeriana officinale
englischer Name: Valerian
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln (Blüten)
Inhaltsstoffe: Baldriansäure u.a.
Sammelzeit: Wurzel: Oktober, Blüten: Juli / August
Anwendung:
Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder – krämpfe) kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuss und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem gröfleren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.
Pflanzenbeschreibung:
Im Frühjahr wachsen zuerst die unpaarig gefiederten Blätter aus der Erde und bilden ein luftiges Kissen. Ende April steigen die ersten Stiele aus den Blättern auf und wachsen bis zum Sommer bis zu 2 m hoch. Dann entspringen im Juli oder August aus jedem Stengel mehrere rosafarbene Trugdolden, die sich luftig über die anderen Pflanzen der Umgebung erheben. Ein zarter angenehmer Duft geht von den Blüten aus. Katzen mögen diesen Duft ganz besonders gern, daher wird der Baldrian auch Katzenkraut genannt.